Klimaschutz International

Der menschengemachte Klimawandel schreitet voran und Ende 2015 fand in Paris eine weitere Welt-Klimakonferenz  statt, die COP 21. Dort trafen sich Vertreter*innen von fast 200 Staaten, um gemeinsam zu beraten, wie der Klimawandel verlangsamt und schließlich zum Stillstand gebrachte werden kann. Die wichtigsten Fakten zum Klimaschutzabkommen von Paris – zusammengefasst von „Kohle nur noch zum Grillen„.

1,5-Grad-Ziel: Die Länder haben sich das Ziel gesetzt, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen. Die Verschärfung des Ziels (vormals 2 Grad) erfolgte insbesondere auf Druck der südlich gelegenen Länder, da diese schon heute unter enormen Schäden aufgrund von lang anhaltenden Dürreperioden, unter massiven Stürmen und Überschwemmungen leiden und viele Todesopfer zu verzeichnen haben. Niedrig gelegene Staaten wie Bangladesch oder viele Inselstaaten sind durch den Meeresspiegelanstieg existenziell bedroht.

Hebemechanismus: Vor Beginn der Klimaverhandlungen in Paris haben 187 Staaten nationale Klimaaktionspläne und entsprechende CO2-Reduktionsziele bei der UN eingereicht. Allerdings sind diese bisher eingereichten CO2-Reduktionsziele keinesfalls ausreichend, sie würden zu einer Erderwärmung von ca. 2,7 Grad führen.
Entsprechend müssen die Reduktionszusagen schnell angehoben werden! Dafür soll der sogenannte „Hebemechanismus“ sorgen. Er funktioniert folgendermaßen: Alle fünf Jahre werden die eingereichten Klima- und Reduktionspläne der einzelnen Länder auf ihre Einhaltung hin überprüft. Gleichzeitig werden die Länder dazu ermutigt, ihre Klimaziele zu erhöhen. Die erste dieser Kontrollen wird bereits im Jahr 2018 erfolgen. Im Jahr 2023 dann die nächste usw.

Finanzierung: Im Pariser Abkommen wurde darüber hinaus vereinbart, dass die Industrieländer von 2020 bis 2025 jährlich 100 Milliarden Dollar für den Umbau der Energieversorgung, aber auch zur Beseitigung von durch den Klimawandel verursachte Schäden zur Verfügung stellen. Allerdings wird ein Großteil dieser Gelder voraussichtlich als privatwirtschaftliche Investitionen in die Entwicklungsländer fließen und nur ein vergleichsweise geringer Anteil aus öffentlichen Quellen für die schon heute notwendige Behebung von klimabedingten Schäden. Bis zum Jahr 2015 können andere weiter entwickelte Schwellenländer wie z.B. China auf „freiwilliger Basis” ebenfalls Unterstützungen leisten. Ab dem Jahr 2026 soll ein neuer, die 100 Milliarden US-Dollar übersteigender Klimafond aufgelegt werden, an dem sich auch die Schwellenländer verbindlich beteiligen sollen.

Verluste und Schäden: Obwohl bereits der eingerichtete Klimafond Gelder enthält – wenn auch in einem noch nicht ausreichendem Umfang, haben insbesondere die USA explizit vermieden, dass die Entschädigung von klimawandelbedingten Schäden verbindlich im Abkommen geregelt werden.
Das erste globale Klimaschutzabkommen tritt in Kraft, wenn es von mindestens 55 Ländern, welche zusammen 55 Prozent der Emissionen ausmachen, ratifiziert wurde.

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