Wie war’s? Berliner Klimatag 2016

IMG_9359Am Sonntag, den 24. April 2016, war es endlich soweit. Der zweite Berliner Klimatag „Kieken lohnt sich!“ hat in der FORUM Factory im Herzen Berlins stattgefunden.

Hunderte Berliner*innen erfreuten sich am bunten Mitmach- und Informationsangebot. Neben den klassischen Energie- und Mobilitätsthemen setzte der Klimatag in diesem Jahr zwei Schwerpunkte: „Klimawandel und Migration“ und „Nachhaltiger Konsum – geht das überhaupt?“.

IMG_9378Schon vor 11 Uhr waren die ersten Gäste für das vegan-vegetarische Klimafrühstück vor Ort. Dabei wurde sich in die Thematik Klimawandel und Klimaschutz geschlemmt. Dank ehrenamtlicher Unterstützung und Sachspenden von Alnatura, Bio Company und Rapunzel gab es viele Leckereien.

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Nach dem gemütlichen Frühstück und vielen anregenden Gesprächen über eine klimafreundliche Ernährung ging es dann in die Ausstellerhalle.

Für einen künstlerischen Einstieg sorgten Studierende der  Technischen Kunst-hochschule BerIMG_9406lin. In dem Projekt „Klima-Visualisierung“ setzten sie Klimadaten um. So erzeugte eine Nebelmaschine „Treibhausgase“, die auf der ganzen Welt verteilt emittiert wurden. In einer weiteren Arbeit wurden Klimadaten aus Deutschland in einem Hologramm dargestellt.

Es gab eine Vielzahl von spannenden Highlights unter den Ausstellern. So konnten die Besucher*innen Beutel und T-Shirts beim Siebdruck von Greenpeace Berlin verschönern, auf dem Energie-fahrrad der Verbraucherzentrale über-schüssige Energie verbrennen oder in einem Tierprodukte-Slalom verschiedene Arten der Tierhaltung kennenlernen. IMG_9433So konnten sich die Berliner*innen vom Facettenreichtum des Klimaschutzes über-zeugen.

Über die Vorteile von Ökostrom wurden die Berliner*innen am Stand von Naturstrom aufgeklärt und konnten dort sofort einen Stromwechsel beantragen.

Gleich daneben verkauften die NaturFreunde Berlin Bustickets zur großen Anti-Kohle-Demo in die Lausitz, welche Pfingsten stattfinden wird. Auch an den Ständen von Kohleausstieg Berlin und Fossil Free Berlin wurde einiges zum Thema Kohleausstieg geboten.

Neu war in diesem Jahr das starke inhaltliche Programm in separaten Räumen. So wurden Diskussionen und Workshops rund ums Thema Klimaschutz angeboten.

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Ein Zeichen gegen die Wegwerf-Gesellschaft wurde mit dem Repair Café Kreuzberg gesetzt. Besucher*innen konnten dort defekte Haushaltsgeräte unter fachlicher Anleitung reparieren. Im Workshop „Handy – Auf die inneren Werte kommt es an“ wurde erläutert, welche Rohstoffe unser Handy zu einem einzigartigen Gebrauchsgegenstand machen. So kann eine nachhaltige und clevere Nutzung maßgeblich zur Res-sourcenschonung beitragen und die Umwelt schützen.

IMG_9461Wer kennt das nicht – der Kleiderschrank ist voll, aber es gibt mal wieder nichts Ökofaires zum Anziehen. supermarché und Jyoti konnten da Abhilfe verschaffen. Zum einen waren sie mit einem Stand voller ökofairer Klamotten vor Ort. Zum anderen nahmen sie sich in zwei Workshops viel Zeit, um Fragen zu fairer und biologisch korrekt hergestellter Kleidung zu beantworten.

Auch das Thema Fahrrad kam natürlich nicht zu kurz. Mit einem Stand vertreten waren die Aktiven vom Volksentscheid Fahrrad. Darüber hinaus wurde in der Diskussion „Berlin by Bike“ über nachhaltige Mobilität gesprochen. Interessierte konnten mit Lastenrädern von Kunst-Stoffe Berlin Probe fahren oder testen, wie viel sich damit transportieren lässt. So lud die Lastenrad-Packstation vom Verkehrsclub Deutschland zum Wett-Packen ein.

IMG_9574Ebenfalls kamen alle Eisbären-Fans auf ihre Kosten. Wie im letzten Jahr sorgte Paula wieder für große Augen und strahlende Gesichter. Alle wollten Eisbärin Paula, eine lebensechte Nachbildung, anfassen und kuscheln. Schließlich ist sie eine Bärin, die sich gern mal hinter dem Ohr kraulen lässt.
Das Angebot für Kinder bot Spaß und Mitmachfreude. So konnten die Kleinen beim solaren Basteln (UfU e.V.) die Photovoltaik näher kennenlernen, aus Altpapier Blumentöpfe für die neue Gemüsesaison basteln (Papierwende Berlin) oder aus TetraPak Portemonnaies herstellen. Ergänzt wurde dies durch das Basteln von Müllautos am BSR-Stand. Abschließend abgerundet wurde das Ganze mit Kinderschminken und Puzzeln (Flussbad Berlin).IMG_9527

 

Der zweite Berliner Klimatag hat gezeigt, dass Klimaschutz schon beim Frühstück anfängt, auf dem Weg zur Schule oder Arbeit weitergeht und eigentlich nie endet. JedeR muss nur für sich den richtigen Weg in ein klimafreundliches Leben finden. Die Berliner Klimatage verstehen sich daher als Vernetzungsorte, die zum gemeinsamen Handeln für mehr Klimaschutz in Berlin einladen.

Umso erfreulicher war es, dass wieder so viele Aussteller unserem Ruf gefolgt sind. Weitere Aussteller waren: atmosfair, Klima-werkstatt Spandau, BUNDjugend Berlin, LebensMittelPunkt Spandau, faires Berlin, Fairleihen, Umweltbildungzentrum Berlin, Schutzgemeinschaft dt. Wald, cambio, BürgerEnergie Berlin, SMERGY und Senatsverwaltung für Bildung.

Unser ganz besonderer Dank gilt den folgenden Klimatag-Sponsoren: BUND Berlin, Naturstrom, NaturFreunde Berlin, supermarché – Ökofaire Mode und Jyoti – fair works! Darüber hinaus wurden wir technisch unterstützt von: werk21 und rentEvent

Ein herzliches Dankeschön auch an das Team der FORUM Factory.

Fotonachweis: Nadine Pensold | Berliner Klimatag

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